Samstag, 18. Januar 2020
Die große Dürre
Der Predigttext für diesen Sonntag ist brandaktuell und steht beim Propheten Jeremia im 14. Kapitel:

„1 Dies ist das Wort, das der HERR zu Jeremia sagte über die große Dürre: 2 Juda liegt jämmerlich da, seine Städte verschmachten. Sie sinken trauernd zu Boden, und Jerusalems Wehklage steigt empor. 3 Die Großen schicken ihre Diener nach Wasser; aber wenn sie zum Brunnen kommen, finden sie kein Wasser und bringen ihre Gefäße leer zurück. Sie sind traurig und betrübt und verhüllen ihre Häupter. 4 Die Erde ist rissig, weil es nicht regnet auf das Land. Darum sind die Ackerleute traurig und verhüllen ihre Häupter. 5 Selbst die Hirschkühe, die auf dem Felde werfen, verlassen die Jungen, weil kein Gras wächst. 6 Die Wildesel stehen auf den kahlen Höhen und schnappen nach Luft wie die Schakale; ihre Augen erlöschen, weil nichts Grünes wächst. 7 Ach, HERR, wenn unsre Sünden uns verklagen, so hilf doch um deines Namens willen! Denn unser Ungehorsam ist groß, womit wir wider dich gesündigt haben. 8 Du bist der Trost Israels und sein Nothelfer. Warum stellst du dich, als wärst du ein Fremdling im Lande und ein Wanderer, der nur über Nacht bleibt? 9 Warum bist du wie einer, der verzagt ist, und wie ein Held, der nicht helfen kann? Du bist ja doch unter uns, HERR, und wir heißen nach deinem Namen; verlass uns nicht!“

Ja, wir wissen ja, wir sind selbst schuld, dass die Erde in dem erbärmlichen Zustand ist, in dem sie sich befindet, dass wir es selbst in der Hand haben, ob wir weiter auf den Abgrund zurasen oder das Ruder noch herumreißen können.

Aber in diesem Text steht auch ein von tiefem Glauben durchdrungenes Gebet, ein eindringlicher Appell an den Schöpfer, endlich zu handeln und die Unschuldigen zu retten, die von den Schuldigen mit in den Abgrund gerissen werden. Eine Anklage steckt in diesem Appell: Gott, Du tust so, als wärest Du machtlos, könntest nichts mehr retten, weil wir es versiebt haben.

Wir haben vieles in der Hand aber nicht alles. Darum bitte ich: Gott, verlass uns nicht, lass uns nicht im Stich, tu was, rette uns, sorge dafür, dass die Idioten zu Verstand kommen.

Und bitte bitte, unterstützt mein Gebet, denn mit dem Beten ist es wie mit der Homöopathie: man weiß nicht genau wie es wirkt, manchmal nützt es gar nichts, aber manchmal wirkt es gerade bei denen, die am wenigsten daran glauben ;-)

Einen schönen Sonntag und bleibt / bleiben Sie gesund!

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